tag 25 – 30

Ihr seht schon – die Posts werden etwas unregelmäßiger und der Abstand wird größer. Das liegt an mehreren Dingen – einerseits ist es nicht so einfach, einen Schlafplatz mit WiFi zu finden. Des weiteren herrscht hier auf der Insel ein ständiger Wind, gegen den ich ständig anzukämpfen habe. Ist wie bergauf fahren. Nur eben eben. Und der Dreck der LKWs fliegt einem ins Gesicht.

Folgendes Bild ist komplett außerhalb des Kontext, find ich aber trotzdem cool :-)

Car Breakers

Car Breakers

Meine erste Couchsurfing Erfahrung war allererste Sahne! Nachdem ich es ja irgendwie doch noch geschafft hatte, dort aufzutauchen, gehen wir im Anschluss gleich feiern. Schon auf dem Weg dorthin passieren komische Dinge. Kaum aus der Haustüre raus, sehen wir straßenmittig einen Transporter, der in einem anderen Auto, welches am Fahrbahnrand steht, parkt. Also Blech in Blech. Sieht aus wie gewollt, ist es aber sicher nicht.Wohl vergessen die Handbremse anzuziehen.

Nach der kurzen Busfahrt laufen wir die letzten Meter zum Pub. Ein Arbeiterviertel, und ich werde von einem Betrunkenen (ich bins auch schon) angewiesen, unbedingt noch irgendeinen Stadtteil (erinnere mich nicht mehr) aufzusuchen.

Vor dem Club dann ein Massenparken von Fahrrädern. Kein Plan ob abstrakte Kunst oder Alkohol schuld ist.

Bike Parking in London

Bike Parking in London

Am kommenden Tag wird ausgeschlafen. Ach, ein Foto, das etwa 30% des WG-Wohnraumes zeigt, hab ich auch noch. Fahrräder gibt’s genug, da fällt meins gar nicht auf :-) Oben am Bildrand hängt auch noch eines. Die WG wohnt in einem alten Lagerhaus, das – wie ein halbes Dutzend anderer Lagerhäuser im Gebiet auch – zur Wohnung umgebaut wurde.

Couchsurfing

Couchsurfing

Nachdem wir am Samstag bei eben einem der Nachbar-WGs noch kurz (zumindest James – einer der 10 Mitbewohner – und ich) vorbeischauten, begleitet mich James am Sonntag James, mit seinem Rennradl (das an der Decke) bis nach Cambridge! Er ist dort in der Nähe aufgewachsen und kennt die Gegend daher sehr gut. Ist schön, einen Führer zu haben, dann kann man wirklich mal genießen, ohne ständig nach Schildern oder der Sonne Ausschau zu halten. Wir lassen es gemütlich angehen und machen bei 120 KM insgesamt 5 Pausen. Die erste ungewollt nach 10 Minuten, da der hinteree Schlauch von James Radl sich verabschiedet.Die zweite dann in einem kleinen Ort – ich glaube es war Hatfield – beim Cafe Nero auf einen Latte, und einen Schlauchkauf. Ich hatte James nämlich einen von meinen Reserveschläuchen gegeben und brauchte Ersatz.

Die dritte in einem Teahouse – hab vergessen wo das war.

James at Tea House

James at Tea House

Kaffee, Kuchen und Creme

Kaffee, Kuchen und Creme

Und der letzte dann bei James Großeltern, welche uns herzlich empfangen haben und mit lecker Sandwiches versorgt haben. In Cambridge gönnen wir uns eine Pizza und ein Bier, und James verabschiedet sich wieder Richtung London per Zug. Ich bleibe auf einem Campsite, der aber ziemlich kacke ist. Ist eigentlich ein Caravan Club, und die sind immer etwas spießig. Ich komme um 20:04 dort an, und der Typ von der Rezeption lässt ich nicht mehr auf das Gelände, weil es nach 20:00 Uhr ist. Ich darf aber auf der Notwiese campen. Immerhin hat’s mich nur 6,20 Pfund gekostet.

Am kommenden Tag schaue ich mir noch bis Mittags Cambridge an. Ein echt guter Straßenmusiker covert gute Bands wie z.B. Mumford & Sons. Eine wundervolle Stadt, klein, viele Studenten, viel Lebensfreude. Fühle mich echt wohl hier!

Straßenmusiker

Straßenmusiker

Cambridge University

Cambridge University

Cafe Nero Cambridge

Cafe Nero Cambridge

Im Anschluss mache ich mich auf den Weg nach Huntingdon. Nicht weit, ca, 40 Kilometer, aber hatte ja auch nur einen halben Tag. Ist auch nichts spannendes Passiert. Campe wieder auf der Campsite. Den Weg dorthin hat mir ein Secondary-School-Lehrer erklärt, der selbst kürzlich mit dem Fahrrad die Ukrainer durchfahren hat.

Am nächsten Tag (gestern) zuckel ich weiter nach Peterborough. Ganz netter Weg, aber nichts spektakuläres. Ein paar Dörfer. Naturschutzgebiete.

Pferdeampel

Pferdeampel

Naturschutzgebiet

Naturschutzgebiet

Wieder: Campsite. Ich versuche vergeblich, in Peterborough eine Fahrradkarte zu organisieren. Die Radwege werden hier von Sustrans organisiert, und die sind losgekoppelt von den Tourist-Info Büros. Warum? Kein Plan. Ich setze mich am Ende in eine Pizzeria mit WiFi und schreibe mir die zu fahrende Route auf ein Blatt Papier.

Radl halt

Radl halt

Tja, und heute komme ich nach ewigen 120 Kilometern, die stets geradeaus, flach und gegen den Wind verlaufen, in Boston an. Ich musste einen Umweg über den Osten nehmen, wollte ich nicht über die Bundesstraße fahren. Was kein Spaß ist. Unterwegs hab ich heute meine ersten Fish & Chips gegessen. In einem kleinen … Dorf würde ich nicht sagen, eher eine handvoll Häuser. Aber in dem Mini-Restaurant habe ich mit meinen bisherigen Erlebnissen die beiden Eigentümer und 3 Gäste in einer lustigen Unterhaltung die Mittagspause verschönern können – ist doch auch mal was, und gibt neue Motivation für die Weiterfahrt :-)

Aber dieser Campingspot ist … DER HAMMER! Mein eigenes Tea-House, WiFi, habe mir um die Ecke ei Bier organisieren können, und habe eeewig viel Platz für mich alleine. Nette Leute sind das hier übrigens alle auf der Insel.

Campsite Boston

Campsite Boston

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Steffen Schulz gefällt dieser Artikel

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2 Responses to “tag 25 – 30”

  1. Nick Says:

    Aaaaalso, Mister Redfox. Das sind nicht “Kaffee, Kuchen und Creme” sondern nach Beschau ein classic Cornish Cream Tea, der u.a. aus einem salzig-süßem Rosinen-Scone, clotted Cream and Jam und Tee besteht. Oder hast Du Banause das mit einer Tass Kaff eingenommen? Riskant und mutig in Britannien.
    Übrigens: solltest Du beim Couchsurfen gefragt werden, ob Du eine Cuppa magst, sag “Ja”. Dadurch fühlen sich die Gastgeber als solche bestätigt, werfen den oft angerosteten Wasserkocher an, werfen einen runden teebeutel ohne Schnur in eine Bechertasse (“Mug”) und kippen zumeist ungefragt Milch rein.
    Jedenfalls: Wacker wacker. Nicht zu lange im possierlichen Süden bleiben! Nordwärts, auch gegen den Wind. Ab dafür! (Und vermeide Lager Beer, halte Dich ans Ale, Bitter, Mild o.ä.). Cheers!

  2. fabian Says:

    Nick, ich kann Kaffee schon von Tee unterscheiden :-) Aber es ist Kaffee, ja. Genauer: ein Latte!

    Danke für den Tipp mit dem Bier, bin gestern nach 2 grottenschlechten Lagern auf polnisches Bier umgestiegen. Tipp in York übrigens: Der Pub “Evil Eye” !

    Morgen gehts ab nach Newcastle !!

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